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Allee des Jahres 2015

Auch in diesem Jahr suchte der BUND die schönste Allee des Landes. Aus rund 170 Einsendungen kürte die Jury des BUND am 20. Oktober, dem Tag der Allee, die Preisträger 2015.

Mit der Prämierung der "Allee des Jahres" will der BUND auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleenbäumen aufmerksam machen. Alleen sind nicht nur schützens­werte kulturelle Monumente. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, verbinden natürliche Lebensräume und sind oft Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten. In Deutschland steht ein Drittel der Tiere und Pflanzen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Alleen leisten insofern einen großen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz.

 

Der erste Platz geht nach Niedersachsen

"Allee des Jahres 2015": Eichenallee zwischen Kirchlinteln und Kükenmoor, Foto: Antje Hansen-Käding

Das Gewinnerbild, eine Eichenallee, stammt von Antje Hansen-Käding. Die von ihr fotografierte "Allee des Jahres 2015" steht zwischen Kirchlinteln und Kükenmoor im Landkreis Verden/Niedersachsen. Das freie Alleestück ist etwa 500 m lang.

Das Siegerbild zeigt eine Kopfsteinpflasterstraße, gesäumt von mächtigen Eichen. Nur noch wenige Kopfsteinpflasterstraßen dieser Art sind bis heute erhalten geblieben. Die Steine für solch eine Straße wurden früher per Hand bearbeitet und verlegt. Diese Handwerkskunst ist heutzutage kaum noch zu finden. Die Allee steht beispielhaft für die schönen alten Alleen im ländlichen Niedersachsen.

Der bundesweite BUND-Fotowettbewerb für die "Allee des Jahres" wurde 2015 zum achten Mal durchgeführt. Die bislang prämierten Alleen stehen im gesamten Bundesgebiet von Rheinland-Pfalz über Nordrhein-Westfalen bis Niedersachsen, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Der zweite Platz geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Den zweiten Platz belegte Dr. Wolfgang Schielke mit seinem Herbstfoto einer alten Pflasterstraße zwischen Greifswald und Stralsund. Das Bild vereint alle Farben des Herbstes in der langsam untergehenden Abendsonne.

Der dritte Platz geht nach Brandenburg

Der dritte Preis geht in diesem Jahr an das Bild "Harmonie". Carmen Sommerfeld hat es in Pessin, Brandenburg fotografiert. Gezeigt werden Alleebäume, die vor Regen, Sonne und Wind schützen – und gleichzeitig den VerkehrsteilnehmerInnen den Weg weisen. Es zeigt: Alleebäume und Verkehrssicherheit schließen sich nicht aus.

Ein Sonderpreis für Alleen in Parkanlagen geht nach Bayern

Ein Sonderpreis für Alleen in Parkanlagen wurde an Rudolf Rinner für sein Foto der Allee auf einer Flussinsel in der Donau im Stadtgebiet von Regensburg, dem sog. Oberen Wöhrd vergeben. Respekt: Hier passt sich der Weg den Bäumen an, nicht umgekehrt. Das Foto ist eine Einladung, Alleen zu Fuß zu erleben.

Hintergrund

Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren im Alleenschutz. Hunderte ehrenamtlich Aktive kümmern sich um "ihre" Alleen vor Ort, insbesondere in den alleenreichsten Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier stehen noch etwa 15.000 Kilometer Alleen, das sind weit mehr als die Hälfte der gesamten Alleenkilometer Deutschlands.

Doch auch in weniger alleenreichen Bundesländern gibt es wahre Schätze an den "grünen Tunneln". Einige davon hoffen wir durch den Wettbewerb kennenzulernen. 

Sie können uns bei unserer Arbeit unterstützen: Werden Sie Alleen-Pate. Gemeinsam können wir im Alleenschutz viel bewegen.

Mehr zum BUND-Alleenprojekt ...



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