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Der Wettberwerb findet auch in 2012 statt!

Mehr dazu erfahren Sie im März hier an dieser Stelle!

Ein gutes Jahr 2012 wünschen Ihnen die Aktiven im Alleen-Projekt des BUND e.V.!

Die Gewinner des Allenwettbewerbs in 2011

Der Alleenwettbewerb für das Jahr 2011 ging im September zu Ende.
Zum Tag der Allee am 20. Oktober gaben wir bekannt, wo die Allee des Jahres 2011 ist und wer die Gewinner des Wettbewerbs sind!

Wir danken allen Teilnehmer für die tollen Fotos!

Allee des Jahres 2011 ist eine Ahorn-Eschen-Allee im Land Brandenburg

Zum "Tag der Allee" am 20. Oktober hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres 2011" gekürt.
Aus über 250 Beiträgen eines jährlich durchgeführten bundesweiten Fotowettbewerbs wählte die Jury diesmal eine Ahorn-Eschen-Allee im Ort Kremmen im Bundesland Brandenburg zum Sieger.
Das Foto sandte der Bürgerverein Linumhorst ein, fotografiert von Klaus Michalek. Die imposante Allee wurde Mitte der 1920er Jahre angelegt und weist bis heute nur sehr wenige Lücken auf. Besonders diese Tatsache mache sie zu einem sehr seltenen Naturgut und der alte Baumbestand böte Lebensraum für viele Tierarten, so die Jury in ihrer Begründung. Hinzu komme, dass Alleen-Paten seit vielen Jahren die alten Ahorn- und Eschen-Bäume schützten. Weil viele der alten Bäume nun gefällt werden sollen, sei die Ahorn-Eschen-Allee in Kremmen derzeit akut bedroht.

Ulrike Mehl, stellvertretende BUND-Vorsitzende: „Die Prämierung der Allee 2011 in Kremmen im Land Brandenburg macht auf die Gefährdung von Alleebäumen deutschlandweit aufmerksam. Alleen leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz, filtern Schadstoffe aus der Luft und sind Refugien für viele gefährdete Tierarten. Und nicht zuletzt prägen sie in bedeutender Weise das Landschaftsbild in Deutschland.“

Deutschlandweit gebe es zirka 20000 Kilometer Alleen. Gefährdet seien sie vor allem durch den Straßenausbau und die industrielle Landwirtschaft, durch rigorose Schnittmaßnahmen und den Einsatz von Tausalzen im Winter. In Brandenburg sei ihr Bestand in der letzten Dekade von 12000 Kilometer auf unter 8000 Kilometer geschrumpft.

Ulrike Mehl: „Leider sind viele Alleen inzwischen aus unserer Landschaft verschwunden. Dabei kann schon mit einfachen Mitteln viel für den Schutz bedrohter Alleen getan werden. Ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde in engen Alleenabschnitten, wie aktuell von Brandenburg geplant, bringt beispielsweise mehr Verkehrssicherheit als das jährliche Fällen tausender Alleenbäume für den Straßenbau. Auch die Reduzierung des Lkw-Verkehrs in gefährdeten Alleen und die Verwendung von Splitt oder Kies statt Tausalz im Winter schützt die wertvollen alten Bäume.“

Die Gewinnerallee aus 2011

Den 1. Platz belegt Alexandra Rathmann von der BI Linumhorst mit dem Foto von Klaus Michalek - stadtwind von der bedrohten Allee, die damit unsere "Allee des Jahres 2011" ist!
Den 2. Platz belegt Franz Bogner mit seiner "Maiallee im Nebel"

Wettbewerb zur „Allee des Jahres 2011“

Alleen - lebendiges Kulturerbe
Es gab eine Zeit, da war Alleenschutz Chefsache: Preußens König Friedrich Wilhelm IV beispielsweise ordnete in seinem Alleen-Erlass von 1841 an, „...aufs Strengste darauf zu achten, dass Lichten und Aushauen prachtvoller Alleen, wie solches seine Majestät hier und da bemerkt habe, künftig durchaus unterbleibe“

Ihm und anderen Alleen-Begeisterten der Vergangenheit ist es zu verdanken, dass wir uns insbesondere in den drei Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an noch knapp 17.000 Kilometer der „grün-goldenen Tunnel“ erfreuen können. Insgesamt sind in Deutschland noch etwa 25.000 Kilometer Straße mit Alleebäumen bepflanzt.

Die Alleen können in ihrer Vielfalt, ihrer Pracht und schlichten Schönheit den Menschen ein Gefühl von Geborgenheit und Identität vermitteln. Sie sind Teil unserer Kultur, unseres kulturellen Erbes und besonders in Ostdeutschland für die Touristen ein auffälliges Markenzeichen.

Dieses Kulturgut ist bedroht. Die oft schon sehr alten Alleebäume sind zunehmend schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Falscher Baumschnitt und Verletzungen durch Straßenbaumaßnahmen sind oft Ursachen für Baumkrankheiten, die zu vorzeitigen Fällungen führen.

Der BUND engagiert sich für den Schutz unserer Alleebäume und ihre sorgsame Pflege, damit wir sie noch lange genießen können. Er setzt sich für verstärkte Nach- und Neupflanzungen ein, damit sich auch nachfolgende Generationen  an den „grün - goldenen Tunneln“, den Obstbaum- und den Parkalleen freuen können.



Ihre Spende hilft!


Alleen sind bedroht! Als ökologische Nische sind sie für viele bedrohte Arten ein wichtiger Bestandteil ihres Lebensraums. Sichern Sie als Alleenpate dieses wichtige Kulturerbe für Mensch und Natur.

Helfen Sie uns, die Alleen zu schützen und zu erhalten:
Übernehmen Sie jetzt eine Patenschaft!

Termine:

20.10. Tag der Allee - die Gewinnerallee wird mitgeteilt

9.11. Alleentagung in Güstrow

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